Finanzierung

Das Sozialversicherungssystem in unserem Gemeinwesen ist so tragfähig, dass für jeden betagten Menschen, der einen Heimplatz wünscht und braucht, dieser auch finanziert werden kann. Die Kosten eines Heimaufenthalts sind oft höher als das Einkommen. Deshalb gibt es verschiedene Finanzierungshilfen für die Pflegekosten und für die ungedeckten Restkosten.

Beiträge der Krankenkassen an die Pflegekosten

Bei Pflegebedürftigkeit übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Pflegekosten. Die Beiträge der obligatorischen Krankenversicherung werden gesamtschweizerisch vom Bundesrat festgelegt und sind abhängig vom Pflegebedarf (Pflegestufe).

Die Rückvergütung dieser Beiträge ist monatlich bei der zuständigen Krankenversicherung geltend zu machen (Zustellung der Rechnungskopie).

Staatliche Beiträge an die Pflegekosten

Seit dem 1. Januar 2011 ist die neue Pflegefinanzierung in Kraft. Die Pflegebedürftigen haben noch einen begrenzten Selbstbehalt von höchstens CHF 21.60 je Tag selbst zu bezahlen. Die Mehrkosten für die Pflege werden von der öffentlichen Hand übernommen.

Für die Geltendmachung der Beiträge der öffentlichen Hand bedarf es zu Beginn eines Heimaufenthalts einer entsprechenden Anmeldung an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen. Die Anmeldung ist bei der zuständigen AHV-Zweigstelle der letzten Wohnsitzgemeinde vor dem Heimeintritt einzureichen.

Nach erfolgtem Heimeintritt ins Haus VIVA wird die Pflegebedürftigkeit gemäss den gesetzlichen Vorgaben ermittelt ( BESA-Bedarfsermittlungssystem) und durch uns der Sozialversicherungsanstalt gemeldet. Dasselbe gilt auch bei jeder Veränderung der Pflegebedürftigkeit.

Die Rückerstattung der Mehrkosten erfolgt mit der AHV-Abrechnung.

Ergänzungsleistungen (EL)

Menschen im Rentenalter haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur AHV.

Es wird immer wieder festgestellt, dass anspruchsberechtigte Personen diese Leistungen nicht beantragen. Dies geschieht oft aus Scham, weil ältere Menschen die Ergänzungsleistungen für eine Art Fürsorge halten, der sie nicht zur Last fallen wollen. Ergänzungsleistungen sind keine Almosen! Sie helfen dort, wo die Renten und das übrige Einkommen die minimalen Lebenskosten nicht decken. Zusammen mit der AHV und IV gehören Ergänzungsleistungen zum sozialen Fundament unseres Staats.

Die jährlichen Ergänzungsleistungen entsprechen der Differenz der anerkannten Ausgaben und Einnahmen eines Bewohnenden. Von den Heimkosten werden die Pensionskosten, die Betreuungskosten und die Pflegekosten von maximal CHF 21.60 je Tag an die Berechnung der Ergänzungsleistungen eingeschlossen.

Der Anspruch auf Ergänzungsleitungen muss bei der zuständigen AHV-Zweigstelle der Wohnsitzgemeinde mittels einer entsprechenden Anmeldung zuhanden der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen geltend gemacht werden.

Die Ergänzungsleistungen sind zudem vom Vermögen abhängig.

Hilflosenentschädigung (HE)

In der Schweiz wohnhafte Personen, welche eine AHV/IV-Rente oder Ergänzungsleistungen beziehen, können eine Hilflosenentschädigung geltend machen, wenn:

  • sie in leichtem, mittelschwerem oder schwerem Grad hilflos sind
  • die Hilflosigkeit ununterbrochen mindestens ein Jahr gedauert hat
  • kein Anspruch auf Hilflosenentschädigung der obligatorischen Unfallversicherung oder Militärversicherung besteht

Hilflos ist, wer bei alltäglichen Lebensverrichtungen (Ankleiden, Körperpflege, Toilette, Essen usw.) dauernd auf die Hilfe Dritter angewiesen ist.

Der Anspruch auf Hilflosenentschädigung muss bei der zuständigen AHV-Zweigstelle der Wohnsitzgemeinde mittels einer entsprechenden Anmeldung zuhanden der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen geltend gemacht werden.

Die Hilflosenentschädigung ist vom Einkommen und Vermögen unabhängig.

Gesetzliche Sozialhilfe

Je nach Situation kann es in Ausnahmefällen vorkommen, dass die eigenen finanziellen Mittel sowie die verschiedenen Finanzierungshilfen die Aufenthaltskosten im Haus VIVA nicht abdecken. In diesem Fall stellt sich die Frage nach der gesetzlichen Sozialhilfe.

Entsprechende Auskünfte erteilt das Sozialamt der zuständigen Wohnsitzgemeinde.

Befreiung von den Radio- und Fernsehgebühren

Bewohnerinnen und Bewohner im Haus VIVA mit einer Pflegebedürftigkeit von mindestens 80 Minuten Pflege je Tag sowie Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen sind von der Gebührenpflicht für Radio und TV befreit.

Für die Gebührenbefreiung muss der Billag AG ein entsprechendes Gesuch gestellt werden. Bezüger von Ergänzungsleistungen müssen dem Gesuch eine Kopie der EL-Verfügung beilegen.

Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und erfolgt ohne Gewähr.

Für die konkrete, individuelle Beurteilung sind die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen massgebend und die zuständigen Amtsstellen verantwortlich:

  • Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen Telefon 071 282 66 33
    Auf der Homepage www.svasg.ch können alle Merkblätter und Formulare eingesehen und ausgefüllt werden.
  • AHV-Zweigstelle und Sozialversicherungen
    Einwohneramt Altstätten, Rathausplatz 2, 9450 Altstätten, Telefon 071 757 77 20
  • Sozialamt Altstätten, Rathausplatz 2, 9450 Altstätten, Telefon 071 757 77 40
  • Billag AG, Postfach, 1701 Freiburg, Telefon 0844 834 834
    www.billag.ch
  • Pro Senectute Rheintal Werdenberg Sarganserland, Bahnhofstrasse 15, 9450 Altstätten
    Telefon 071 757 89 00, E-Mail  rws@sg.pro-senectute.ch
  • Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB, Fichtenweg 10, 9470 Buchs
    Telefon 058 228 65 00, E-Mail werdenberg@kesb.sg.ch

Dokumente, weitere Informationen und Downloads

Gerne beraten wir Sie bei individuellen Fragen.

 

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